El Salvador

Bruder und Schwester in Not unterstützt derzeit Projekte und Programme von vier Partnerorganisationen in diesem
kleinsten aller Staaten Zentralamerikas.

Diese Projekte möchten wir genauer Vorstellen

FRAUEN ERNÄHREN FAMILIEN

Natalia Márquez wohnt mit ihrem Mann und vier gemeinsamen Kindern in der Region Morazán im zentralamerikanischen Kleinstaat El Salvador. Das Familieneinkommen ist bescheiden, der Ehemann von Señora Marquez arbeitet als Tagelöhner in der Landwirtschaft. Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen und Gemüse baut die Familie selbst auf einem kleinen Stück Land an. "Wenn die Ernte gut ausfällt, dann geht es auch ins in der Familie gut", bringt es Frau Márquez auf den Punkt. Eine gute Ernte bedeutet, dass weniger Geld in den Kauf von Lebensmitteln fließt und mehr für andere wichtige Ausgaben im Haushalt übrigt bleibt, etwa für das Schulgeld der Kinder.

"Die Fundación Segundo Montes hat uns unterstützt, sodass wir den Ertrag im Anbau von Gemüse steigern können", schildert Natalia Márquez die Veränderungen seit sie in einem Frauenprojekt mitarbeitet, "zudem haben wir gelernt, etwas aus den Produkten hier in der Region zu machen". Zusammen mit ein paar Frauen und mit Unterstützung durch die Organisation Fundación Segundo Montes hat Frau Márquez eine kleine Backstube aufgemacht. Gemeinsam backen die Frauen Brot, das sie dann im Umkreis verkaufen. Das bringt etwas Einkommen für die Familie und bedeutet einen weiteren Schritt aus der Armut in die Unabhängigkeit.

Wenn auch Sie zur Verbesserung der Lebenssituation ländlicher Familien in El Salvador beitragen möchten, dann richten Sie Ihre Spende unter dem Verwendungszweck "Frauen El Salvador" auf unser Spendenkonto bei der RLB Tirol,

IBAN: AT59 3600 0000 0066 8400.

HOFFNUNG PFLANZEN

Chankala, ein Außenviertel der Hauptstadt von El Salvador. Die jungen Menschen ziehen von den ländlichen Gegenden hierher, auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Unter großen schattenspendenden Bäumen stehen ein paar bescheidene Häuser, in der Mitte: ein eingezäuntes Fleckchen Erde. Es ist ein Schulungsgarten, das neue Gemeinschaftsprojekt des Viertels. Der selbstgebaute Zaun schützt den Garten vor den frei herumlaufenden Hühnern. Schulungen in gesunder Ernährung und biologischem Gemüse-Anbau haben die Frauen und Männern von Chankala bereits erhalten. Nun wollen sie es eigenständig probieren, im gemeinschaftlichen Schulungsgarten und auch bei sich zu Hause. 20 Personen aus der Nachbarschaft machen mit, lernen, wie man die verschiedenen Gemüsesorten anbaut und den Garten pflegt, wechseln sich beim Gießen ab und tauschen sich aus. Baute man frühe nur Mais und Bohnen an, so ist es nun eine gesunde Vielfalt: Kraut, Tomaten, Salat, Gurken, Kürbis, Melanzani, Broccoli und Kräuter.

Ernährung sichern

Neben dem Gemeinschaftsgarten wenden die Frauen das bereits Gelernte auch bei sich zu Hause an. Da wachsen Salatpflanzen im alten Küchentopf, Tomatenstauden in Plastikkübel und Kohlgewächse in mit Erde gefüllten Autoreifen.

„Wir Frauen vereinigen uns und arbeiten zusammen, hier sind wir alle gleich und gestalten miteinander eine bessere Zukunft“, meint eine der Gärtnerinnen. Und es geht auch um die Gesundheit ihrer Kinder. Im Zuge des Projektes erhalten die Frauen Bewusstseinsbildung über gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Gewichtskontrollen für Kinder unter 12 Jahren gehören dazu, medizinische Beratung und bei Bedarf Zusatznahrung.
Die Ernte des Projektes ist jetzt schon groß und reichhaltig: Seit sie sich versammeln, fühlen sich die Frauen gestärkt und haben an Selbstbewusstsein gewonnen. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist zwar noch ein zartes Pflänzchen, aber es wächst.

Wenn auch Sie zur Verbesserung der Gesundheits- und Ernährungssituation dieser Familien beitragen möchten, dann richten Sie Ihre Spende unter dem Verwendungszweck "Familiengärten El Salvador" auf unser Spendenkonto bei der RLB Tirol, IBAN: AT59 3600 0000 0066 8400.

SELBSTBESTIMMUNG DURCH BILDUNG

Der Zugang zu Bildung ist für die Mehrheit der Bevölkerung in El Salvador erschwert, Arbeitslosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Die von Jesuiten geleitete Universität UCA (Theologische Fakultät) wirkt mithilfe von mittlerweile zwölf dezentralen Bildungseinrichtungen seit über zehn Jahren diesem Defizit entgegen und ermöglichte in dieser Zeit 8000 eingeschriebenen StudentInnen einen Schulbesuch mit der Aussicht, ein von der Universität anerkanntes Diplom zu erlangen.

Die SchülerInnen dieser Bildungseinrichtungen arbeiten mehrheitlich im informellen Wirtschaftssektor als StraßenverkäuferInnen, ArbeiterInnen, Hausfrauen, SchneiderInnen, Fabriksangestellte, LehrerInnen, Bäuerinnen und Bauern.

 Das Altersspektrum der StudentInnen reicht von 18 bis 60 Jahren.
Das Ziel des Projektes ist die Selbstbestimmung und Beteiligung von Erwachsenen, die vom Bildungsprozess ausgeschlossen sind, ein Beitrag zu einer aktiven, organisierten Zivilgesellschaft, die positive Veränderungen für das Gemeinwohl erreichen kann und die Schaffung von Bildungsräumen für eine systematische pastorale Ausbildung zu schaffen.

Wenn auch Sie diese wichtige Bildungsarbeit unterstützen möchten, dann richten Sie Ihre Spende unter dem Verwendungszweck "UCA El Salvador" auf unser Spendenkonto bei der RLB Tirol, IBAN: AT59 3600 0000 0066 8400.